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Babyfon oder Handy-App?

Motorola BabyfoneGeht es darum, den eigenen Nachwuchs zu „überwachen“, ist die Industrie nicht um Lösungen verwegen. Neben dem klassischen Babyfon haben findige Entwickler in den vergangenen Jahren mehr als eine App aus dem Hut gezaubert, die die Funktion der Babyfone übernimmt. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Sie brauchen anstelle des Babyfons nur noch Ihr Smartphone. Zum einen sparen Sie damit Geld, denn die Apps sind natürlich deutlich preiswerter als die Babyfone und zum anderen können Sie so überall auf die Überwachungsfunktion zurückgreifen. Die Bedienung ist einfach und die Funktionsweise im Grunde vom Babyfon bekannt, denn auch die Handy-App sorgt in erster Linie dafür, dass eine akustische Überwachung des Nachwuchses möglich ist. Doch können die Apps hier wirklich mit den Babyfonen Schritt halten? Übertragen Sie Geräusche genauso gut oder gibt es hier Einschränkungen? Wir sind diesen drei Fragen auf den Grund gegangen und haben geschaut, was die Apps, aber eben auch was die Babyfone können.

Babyüberwachung mit dem Smartphone: Das können die Apps

Babyfon oder Handy-App?Im Grunde nutzen wir unser Smartphone täglich und das für die verschiedensten Angelegenheiten. Wir telefonieren, chatten, surfen, fotografieren oder drehen Videoaufnahmen damit. Warum sollten wir es also nicht nutzen, um auf den eigenen Nachwuchs ein Auge zu haben? Die Apps, die für die Babyüberwachung angeboten werden, sind allesamt leicht zu bedienen und werben vor allem mit einem Punkt: Eine eingeschränkte Reichweite wie bei dem Babyfon gibt es hier nicht.

Hinweis: Babyfon-Apps senden ihre Daten über das Mobilfunknetz. Es ist also ganz egal, wie weit Empfänger und Sender hier auseinanderliegen.

Die Babyfon Apps lassen sich mittlerweile auf fast jedem Smartphone installieren. Achten Sie hier einfach darauf, welche Grundvoraussetzungen gegeben sein müssen. Damit Sie nun ein Auge auf den Nachwuchs haben können, müssen Sie Ihr Smartphone, auf dem die App installiert wurde, im Kinderzimmer ablegen. Achten Sie dabei darauf, dass es in der Nähe des Kinderbetts liegt.

Registriert die App schließlich ein Geräusch, das über dem Lärmpegel liegt, der vorher in der App festgelegt wurde, ruft es ein anderes Telefon an. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Festnetztelefon handeln. Natürlich können Sie als Empfänger aber auch ein anderes Smartphone wählen.

Babyfon Apps mit dem VoIP Prinzip
Es gibt erste Babyfon Apps, die Eltern nicht nur eine Überwachung auf akustischer Ebene ermöglichen, sondern nach dem VoIP Prinzip arbeiten. Der Vorteil ist, dass hier die Kamera des Smartphones zusätzlich für die Überwachung verwendet wird. Sie können also über die Apps auch nachsehen, ob Ihr Kind im Bettchen tatsächlich schläft. Die Kamerafunktion kann ebenso mit unterschiedlichen Smartphones verwendet werden. Entscheidend ist hier das Betriebssystem, mit dem gearbeitet wird.

Babyfon App: Behalten Sie die Kosten im Blick

Im ersten Moment ist es natürlich aufgrund der geringen Anschaffungskosten sehr reizvoll, sich anstelle des Babyfons für eine solche App zu entscheiden. Voreilig dürfen Sie diese Entscheidung aber keineswegs treffen.

Sie müssen hier bedenken: Immer wenn Ihr Smartphone aufgrund eines Geräuschs ein anderes Telefon anruft, fallen Telefonkosten an. Wie hoch diese sind, hängt von dem Tarif ab, den Sie auf Ihrem Smartphone nutzen.

Um diese Kosten so gering wie möglich zu halten, sollten Sie also einige Besonderheiten beachten:

  • Wählen Sie möglichst immer ein anderes Mobiltelefon als Anrufpartner für Ihr Smartphone.
  • Achten Sie darauf, dass Sie eine Flatrate für Telefonate haben. So müssen Sie keine bösen finanziellen Überraschungen fürchten.

Sie werden per Anruf nicht nur darüber informiert, dass sich etwas im Babyzimmer tut. Sie können während des Anrufs auch mithören, um welche Geräusche es sich dabei handelt. Dadurch können Sie schnell abwägen, ob Sie sich auf den Weg machen müssen. Auch wenn Sie über die Kamerafunktion einen Blick auf das Baby werfen möchten, entstehen für Sie Kosten, die Sie prinzipiell nicht unterschätzen sollten.

Doch auch bei der App bleibt natürlich die Frage nach der Strahlenbelastung. Gerade wegen dieser stehen Babyfone immer wieder in der Kritik. Wie hoch die Strahlenbelastung durch Smartphone und Babyfon App ist, hängt in erster Linie davon ab, welche Einstellung Sie nutzen. Versuchen Sie immer, sich im hauseigenen WLAN zu bewegen. Dadurch kann die Strahlenbelastung bereits begrenzt werden.

Tipp: Versuchen Sie Ihr Smartphone außerdem im Flugmodus zu fixieren.

Welche Babyfon-Apps gibt es?

Natürlich gibt es heute die verschiedensten Babyfon Apps. Die Konditionen, zu denen Sie angeboten werden, sind ebenso verschieden wie die Voraussetzungen, die von den Entwicklern genannt werden. Wir haben drei bekannte Angebote für Sie in der unten stehenden Tabelle noch einmal zusammengefasst:

App Hinweise
Babyphone Hierbei handelt es sich um eine App, die sowohl auf iOS als auch auf Android läuft. Die Kosten sind hier mit durchschnittlich 3,70 Euro eher gering. Die App ruft immer dann an, wenn Sie ein Geräusch registriert.
Babyphone Duo Auch diese App erfreut sich großer Bekanntheit, hat aber massive Schwächen, die wir Ihnen hier aufzeigen möchten. Zum Beispiel arbeitet sie ohne Anrufsperre. Ruft Sie also jemand auf dem Smartphone an, klingelt dieses im Kinderzimmer, was bei einem schlafenden Baby eher ein Nachteil als ein Vorteil ist. Dazu kommt, dass die App nicht mehr arbeitet, sobald die Displaysperre eingestellt wurde. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sie lediglich auf iOS läuft.
Baby Monitor Hierbei handelt es sich um eine klassische Android-App. An und für sich arbeitet diese auch recht solide, zumindest wenn Sie in der Nacht nicht auf die Videofunktion ausweichen möchten, denn dann sehen Sie nichts mehr.

TIPP: Die meisten Apps kosten nicht einmal 4 Euro. Schauen Sie sich hier aber bei der Auswahl nicht nur den Preis an, sondern auch die Funktionen, die Ihnen geboten werden.

Kann eine Babyfon App nun überzeugen?

Wenn Sie die Stiftung Warentest fragen, dann müssen Sie diese Frage leider mit Nein beantworten. Sicherlich scheinen die Apps eine tolle und vor allem auch günstige Alternative zu den Babyfonen zu sein und gegenüber diesen haben sie auch die einen oder anderen Vorteile zu bieten, doch die Schwächen überwiegen hier. Gerade wenn Sie sich eine Videoüberwachung des Nachwuchses wünschen, müssen Sie den Babyfon Apps einfach eine Absage erteilen. Die Geräte können hier nicht mit den Babyfonen mithalten, die auch in der Nacht eine Aufnahme des Nachwuchses zeigen. Dazu kommen natürlich die Kosten, die durch die Anrufe entstehen und mit dem falschen Tarif rasch recht teuer werden.

Ein Punkt, in dem die Apps aber klar die Nase vorn haben, ist die Reichweite. Viele günstige Babyfone haben nur eine sehr kurze Reichweite, mit der Sie schnell an Ihre Grenzen stoßen. Da die Apps hier aber über das Mobilfunknetz agieren, können Sie sich im Grunde weiter entfernen, aber nur, wenn die Verbindung stabil ist. Funktioniert die Mobilfunkverbindung nicht, kann die App Sie auch nicht anrufen und Sie bekommen Ihr schreiendes Kind nicht mit. Gerade in ländlichen Regionen kann das zum Problem werden.

Vor- und Nachteile einer Babyphone App

  • günstig in der Anschaffung
  • leicht zu bedienen
  • Apps für sämtliche Betriebssysteme verfügbar
  • auch mit Kamerafunktion erhältlich
  • sehr große Reichweite
  • jeder Anruf der App verursacht Kosten
  • Verbindung nur bei stabilem Mobilfunknetz
  • Kamerafunktion arbeitet während der Nacht nicht

Das Babyfon: Der Klassiker bietet mehr Sicherheit

Der Klassiker für die Babyüberwachung ist und bleibt das Babyfon. Glaubt man der Stiftung Warentest und anderen unabhängigen Tests muss man klar betonen, dass das Babyfon auch bei der Übertragungsqualität und Sicherheit die Nase vorn hat. Zum einen arbeitet es unabhängig vom Mobilfunknetz, was sich gerade in Regionen mit schwachem Netz bemerkbar macht. Zum anderen basieren Babyfone auf dem Einsatz moderner, innovativer Technik. Sie sorgt dafür, dass Sie Ihr Kind bei Modellen mit Kamera auch während der Nacht auf dem Display sehen können. Weiterhin bieten Babyfone einen viel größeren Funktionsumfang. So gibt es hier Modelle mit Atemüberwachung und solche, die die Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick behalten.

Von einem Babyfon werden Sie übrigens informiert, wenn Sie den Reichweitenbereich verlassen. Funktioniert das Mobilfunknetz einmal nicht mehr, erhalten Sie keine Warnung. Sie müssen sich auf Ihren Instinkt verlassen. Sicherlich gehen Babyfone aufgrund der Funktechnik, mit der Sie arbeiten, mit einer gewissen elektromagnetischen Strahlung einher. Tests haben aber gezeigt, dass diese meistens noch deutlich unter dem Niveau der Apps liegt. Die Mobiltelefone arbeiten hier also mit einer höheren Strahlenbelastung.

Die Sender der Babyfone sind empfindlicher. Sie nehmen Geräusche im Babyzimmer schneller wahr und können weiter von dem Nachwuchs weg aufgestellt werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Umso weiter das Babyfon vom Nachwuchs entfernt steht, desto geringer ist die Strahlenbelastung.

TIPP: Es gibt Babyfone mit ECO Modus, die mit einer besonders geringen Belastung arbeiten, da sie automatisch ausschalten, sobald das Kind schläft.

Wenn Ihr Babyfon übrigens Alarm schlägt, verursacht das keine neuen Kosten. Sie müssen hier lediglich den recht hohen Anschaffungspreis in Kauf nehmen.

Vor- und Nachteile eines Babyfones

Wir zeigen Ihnen hier natürlich auch noch einmal die Vor- und Nachteile der Babyfone:

  • schlägt Alarm sobald Sie den Reichweitenbereich verlassen
  • ist zuverlässiger
  • kann weiter entfernt vom Kind aufgestellt werden
  • mit vielen praktischen Zusatzfunktionen
  • überträgt Bilder des Kindes auch in der Nacht
  • Reichweite ist eingeschränkt
  • höherer Anschaffungspreis als bei der App

Fazit: Babyfon hat weiter die Nase vorn

Geht es um Überwachung und Kontrolle des Babys, sollten Sie trotz dem Vormarsch moderner Technik dem Babyfon eine Chance geben. Zwar sind die Apps eine gute Idee und können beispielsweise auf einer Reise oder bei einer Übernachtung bei Freunden eine Hilfe sein, doch sie fallen bei der Zuverlässigkeit, der Qualität der Überwachung und den Funktionen einfach hinter dem Babyfon zurück. Übrigens machen Sie hier nichts gut, wenn Sie auf eine geringere Strahlenbelastung hoffen. Auch hier fallen die Apps durch die Strahlenmenge der Mobiltelefone in der Regel hinter dem Babyfon zurück.

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